Alle Jahre wieder müssen wir uns von unseren Schulanfänger Kindern verabschieden. Mit einem weinenden und einem lachenden Auge…
Weinend, weil wir einander doch so verbunden sind! Was haben wir nicht alles in den vergangenen drei, vier, ja sogar in manchem Fall fünf Jahren miteinander erlebt. Laufen und sprechen gelernt, Trotzphasen durchlebt, zunehmend selbständig geworden nach dem Motto: „Alleine machen“, Hindernisse überwunden, Kompetenzen entwickelt, gelacht, geweint, gestaunt…
Lachend, weil wir stolz sind auf die Kinder, ihr Selbstbewusstsein, ihre Stärke und ihren Lebensmut. Wir haben aus voller Überzeugung alles dafür getan: ihnen Raum, Zeit, Material, Zuneigung und Geborgenheit gegeben, damit sie ihre eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten vervollkommnen können. Denn sicher ist, für die Schulfähigkeit sind vier Bereiche von besonderer Bedeutung:
die emotionale, die motorische, die soziale und die kognitive Kompetenz.
Also lassen wir sie ziehen, unsere großen, denn es ist an der Zeit, das sie hinaus gehen in die Welt…

Endspurt! Das letzte Jahr ist im Hinblick auf den Übergang immer spannend:

  • Jugendkunstschul-Projekt: Auf Einladung von Hannelore Brünken-Busche, besuchen unsere zukünftigen Schulanfänger schon seit vielen Jahren einmal im Monat ihres letzten Kita-Jahres das Atelier der Jugendkunstschule. Dort wird künstlerisch gestaltet, gewerkelt, getöpfert, und, und und..
    Zum Abschluss dieses Projektes veranstalten wir eine feierliche Vernisage!
  • Theater-Besuche: Die Kinder besuchen im letzten Jahr ein bis zwei Theateraufführungen. Meistens finden diese auf Einladung der Kulturfabrik statt, gelegentlich auch in unseren Räumen.
  • Schulbesuche: Die Grundschulen, die unsere Kinder zukünftig besuchen, laden unsere angehenden Schulkinder im Vorfeld zu sich ein. Es werden Schulhaus-Ralleys, gemeinsame Projekte, Schnupper-Schulstunden, usw. organisiert. Schulkinder besuchen uns in der Kita und lesen im Vlohzirkus vor.
  • Polizei-Besuch: Die Polizei besucht uns, um mit der Wackelzahnbande Verhalten im Straßenverkehr oder das Anschnallen in Autos und Bussen zu besprechen, bzw. zu vertiefen.
  • Übernachtung in der Kita: Die Wackelzahnbande übernachtet zum Abschluss ihrer Kita-Zeit mit ihren Erzieher/innen im Vlohzirkus. Bevor sie dies tun, will allerdings erst noch der „Schatz der Tarantula“ aufgespürt werden…

6er Banden-Projekt
In ihrem letzten Kita-Jahr werden die angehenden Schulanfänger von jeweils einem/einer Gruppen- Erzieher*in während eines 6er Banden-Projektes begleitet.
Dieses wird gemeinsam mit den Kindern entwickelt. Wo liegen die Interessen, was ist den Kindern wichtig, wie wollen sie vorgehen…
Jedes Jahr birgt Überraschungen, jedes Jahr beobachten wir gespannt:

  • mal entwickeln die Kinder ein Programm für eine Schwarzlicht-Theater-Show,
  • ein anderes Mal erkunden sie Flora und Fauna von Vlotho und erstellen ein Herbarium,
  • sie gestalten sogar einen Stadtführer für Kinder von Kindern,
  • sie erarbeiten ein Theaterstück,
  • sie sammeln naturwissenschaftliche Erkenntnisse in der „Experimentier-Schule“,

  • …um nur ein paar Beispiele zu nennen.

„In Reggio will man nicht ein passives Kind etwas lehren, sondern ein aktives, kompetentes Kind in seinen Lernprozessen unterstützen und begleiten.
(Zitat: Tiziana Filippini)